verwendete Textquellen:
Eric H.W. Aldington,
Von der Seele des Hundes,
Was tu ich nur mit diesem Hund

Heinz Weidt / Dina Berlowitz,
Spielend vom Welpen zum Hund 
Ann Lill Kvam, Spurensuche

Mein Zuchtziel sind physisch und psychisch gesunde und belastbare Briards mit viel Temperament !
Bitte machen Sie sich die Mühe, diesen Text bis zum Ende zu lesen. Vielen Dank

Der Briard war als Hirtenhund ein Gebrauchshund. Auch wenn er sich von seinen Äußeren Merkmalen her nur unwesentlich verändert haben mag, ist meiner Meinung nach die körperliche und psychische Leistungsfähigkeit, die Rassevertreter früherer Jahrzehnte ganz selbstverständlich erbracht haben leider nur noch selten anzutreffen. Selbstverständlich habe auch ich keine Schafherde, an der meine Hunde den ganzen Tag arbeiten können. Der heut zu Tage quer durch alle Rassen verbreiteten Tendenz, im Hinblick auf einen bequemen Familien- und Begleithund hin den veränderten Anforderungen und Bedürfnissen der Welpeninteressenten Rechnung zu tragen und bestimmte Leistungsmerkmale und Wesenszüge züchterisch mehr und mehr zu vernachlässigen möchte ich jedoch nicht folgen.

Allzu oft wird das Merkmal "Wesenssicherheit" von jedermann in einer unermesslichen Bandbreite seiner Interpretationen verwendet. In der heutigen Zeit sind Begriffe wie "Härte" in diesem Zusammenhang verpönt. Letztendlich bedingt aber beides einander und bedeutet nichts anderes, als dass der Hund in der Lage ist, in Situationen, die ihm Stress bereiten in einem angemessenen Zeitrahmen wieder in einen ausgeglichenen Gemütszustand zurück zu finden. Um einen Hund in unsere vielgestaltigen Umwelt harmonisch und sicher einbinden zu können, ist aber gerade dies auch ohne den Einsatz des Hundes als Arbeitshilfe des Menschen wichtiger denn je.

Wo ist das Staunen über die faszinierenden Sinnesleistungen des den Menschen seit Jahrtausenden begleitenden Freundes Hund geblieben??? Wo die Verantwortung, diese auf die bestmögliche Weise zur Entfaltung zu bringen, statt sie aus reiner Bequemlichkeit züchterisch auf ein Minimum zu reduzieren???

Zu guter Letzt möchte ich noch eine Beobachtung erwähnen, die Naturschützer im Bereich des "grünen Bandes" bei den Aufzeichnungen der Bewegungen des Rotwildes im Grenzbereich zwischen dem Bayerischen Wald und dem Böhmischen Wald gemacht haben: Obwohl die Grenzbauten (Stacheldrahtzäune, Schussanlagen etc.) seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr existieren, überschreiten die Rudel den Grenzbereich immer noch nicht. Wem drängt sich da nicht die Frage auf, in welchem Umfang und mit welcher Nachhaltigkeit sich  auch erlerntes Verhalten vererbt?

Wer sich für einen Briard aus meiner Zuchtstätte interessiert sollte für ein aufregendes, vielleicht auch ein wenig anstrengendes  - dass liegt im Auge des Betrachters - immer aber lohnendes Leben mit einem lebensvollen Bündel Fell auf vier Beinen bereit sein und ihm mehr bieten wollen, als mit ihm an der Leine spazieren zu gehen und seine Schüssel mit Trockenfutter zu füllen.

 

     
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